{"id":523,"date":"2022-04-27T13:20:24","date_gmt":"2022-04-27T13:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/genawif.com\/?post_type=news&#038;p=523"},"modified":"2022-07-18T07:04:18","modified_gmt":"2022-07-18T07:04:18","slug":"the-plant-physiology-department-at-the-rwth-aachen-and-the-events-that-led-to-the-foundation-of-genawif","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/genawif.com\/de\/news\/the-plant-physiology-department-at-the-rwth-aachen-and-the-events-that-led-to-the-foundation-of-genawif\/","title":{"rendered":"Das Institut f\u00fcr Pflanzenphysiologie an der RWTH Aachen und die Ereignisse, die zur Gr\u00fcndung von GENAWIF f\u00fchrten"},"content":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcndung von GENAWIF ist eng mit der Geschichte des Instituts f\u00fcr Pflanzenphysiologie der RWTH Aachen verkn\u00fcpft. Pflanzenphysiologie behandelt kurz gesagt, wie Pflanzen mit der Umwelt interagieren, und wie ihre Entwicklung von der Umwelt beeinflusst wird. Wenn man an die Umwelt denkt ist der erste Gedanke h\u00e4ufig, dass es sich hierbei um die Wetterverh\u00e4ltnisse und den Standort handelt, allerdings ist in dem Kontext der Pflanzenphysiologie auch die belebte Umwelt gemeint, also alle Lebewesen, die ebenso einen Einfluss auf die Pflanzen nehmen. Das sind neben Tieren, Insekten, und anderen Pflanzen vor allem auch Mikroorganismen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der Gr\u00fcndung des Instituts im Jahr 1974 lagen die Schwerpunkte auf den Forschungsthemen, wie Pflanzen auf Stress reagieren, sei es z.B. Hitze, N\u00e4hrstoffmangel, oder Krankheitserreger, und wie sich dieser Stress auf die Gesundheit der Pflanze auswirkt. Auch wenn man sich dessen h\u00e4ufig nicht bewusst ist, profitieren wir Menschen stark von dieser Forschung, da wir durch diese Erkenntnisse in der Lage sind, Pflanzen eine optimale Versorgung zu bieten, um dadurch z.B. Ernteertr\u00e4ge zu sichern oder sogar neue lebensfeindliche Anbaugebiete zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pflanzen haben selbst diverse Strategien entwickelt, um sich gegen unterschiedlichste \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse zu sch\u00fctzen. Hierbei ist insbesondere das Arsenal an biochemischen Wirkstoffen erstaunlich, welches sich im Lauf der Evolution entwickelt hat. Tats\u00e4chlich profitieren Menschen seit Jahrtausenden von diesen Stoffen und machen sich diese h\u00e4ufig zu Nutze, wie z.B. Salicyls\u00e4ure, welches als Acetylsalicyls\u00e4ure ein h\u00e4ufiger Bestandteil von Kopfschmerztabletten ist. Vor der Entwicklung moderner Medikamente konnten Menschen z.B. Weidenrinde kauen, wodurch man bereits weit vor der Entdeckung von Salicyls\u00e4ure Zugang zu diesem nat\u00fcrlichen Schmerzmittel hatte und nutzen konnte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine neben der Weidenrinde sehr \u00e4hnliche Geschichte zu einer weiteren Pflanze, die seit Jahrtausenden von Menschen Verwendung findet. Zu dieser weltbekannten (K\u00fcchen)Pflanze und deren biochemischen Wirkstoffen entwickelte sich innerhalb der Pflanzenphysiologie eine eigene Arbeitsgruppe, n\u00e4mlich die sogenannte Knoblauch-Gruppe. Diese Gruppe wurde von Professor Alan Slusarenko gegr\u00fcndet, der gleichzeitig Institutsleiter der Pflanzenphysiologie der RWTH Aachen von 1995 bis 2022 war.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Name vermuten l\u00e4sst, drehte sich die Forschung um Knoblauch, genauer gesagt, um Allicin, einer antimikrobiellen Abwehrsubstanz des Knoblauchs. Im Prinzip kennt jeder Allicin, der schon mal frischen Knoblauch gepresst, angeschnitten, oder einfach roh gegessen hat, da der typische Geruch von verletztem Knoblauch auf dieser Verbindung beruht. Das besondere an der Schwefelverbindung Allicin ist seine starke antimikrobielle Aktivit\u00e4t gegen verschiedenste Bakterien und Pilze, was das Interesse von Professor Slusarenko an dieser Verbindung vor ca. 20 Jahren weckte. Damit war der Grundstein gelegt, dem Wirkmechanismus dieser Verbindung auf die Spur zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Arbeiten zu Allicin fanden noch mit gepresstem Knoblauchsaft statt, in welchem Allicin eine sehr aktive Verbindung darstellt. Hierzu kam ein handels\u00fcblicher Entsafter zum Einsatz, um teilweise bis zu einem halben Liter Knoblauchsaft zu gewinnen. Ich erinnere mich noch gut, als wir f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Experiment 600 ml Knoblauchsaft vorbereitet hatten, mit drei Mitarbeitern f\u00fcr das Sch\u00e4len und Zurechtschneiden der Knoblauchzehen und mit mir am Entsafter. Obwohl der Entsafter unter dem Abzug war, hat es dennoch im ganzen Raum gerochen. Nat\u00fcrlich breitet sich ein solcher Geruch auch gerne im gesamten Institut aus, und insbesondere an warmen Sommertagen hat das nicht gerade Freudenspr\u00fcnge bei einigen Kollegen ausgel\u00f6st. Knoblauchsaft enth\u00e4lt neben Allicin noch viele andere Verbindungen, allerdings konnten wir durch High Pressure Liquid Chromatography (HPLC) Analyse zeigen, dass Allicin den Hauptanteil im Saft ausmachte. Dar\u00fcber hinaus hatten wir damals die Idee, dass dieser einfach herzustellende Saft eine kosteng\u00fcnstige Alternative im Vergleich zu kostenintensiven oder synthetischen Wirkstoffen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Knoblauchsaft wurden dann Experimente zum Wirkungsspektrum gemacht, also Untersuchungen zu der Frage, bei welchen Organismen eine antimikrobielle Wirkung beobachtet werden konnte. Da Allicin eine Abwehrsubstanz von Knoblauch ist, womit sich Knoblauch gegen Fra\u00dffeinde und mikrobielle Krankheitserreger verteidigt, wurde zuerst das Spektrum gegen verschiedenste pflanzenpathogene Krankheitserreger untersucht. Darunter waren z.B. <em>Botrytis cinerea<\/em> (Ausl\u00f6ser der Grauschimmelf\u00e4ule, z.B. beim Weinanbau), <em>Phytophthora infestans<\/em> (Ausl\u00f6ser der Kartoffelf\u00e4ule) oder <em>Magnaporthe grisea<\/em> (Ausl\u00f6ser der Reisf\u00e4ule), gegen die sich Allicin als effektiv erwies <sup>1<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Da der Knoblauchsaft allerdings auch andere Verbindungen enth\u00e4lt, wurde Allicin durch ein Extraktionsverfahren aus dem Knoblauchsaft zun\u00e4chst angereichert, wobei der enthaltene Extrakt aber immer noch kein reines Allicin enthielt. Sp\u00e4ter wurden in der Arbeitsgruppe Verfahren f\u00fcr die chemische Synthese von Allicin etabliert, basierend auf dem Abbauprodukt Diallyldisulfid (DADS), welches zu Allicin zur\u00fcck oxidiert werden kann. Diese Anstrengungen m\u00fcndeten letztendlich in einem verbesserten Syntheseprotokoll, durch welches zugleich der genaue Reaktionsmechanismus entschl\u00fcsselt werden konnte. Durch verschiedenste analytische Verfahren wie HPLC, LC-MS (liquid chromatography coupled mass spectrometry) und <sup>1<\/sup>1H-NMR (nuclear magnetic resonance) Analyse wurde gezeigt, dass mit diesem Verfahren Reinheiten von mehr als 98% bei einer Allicin-Ausbeute von 91% erzielt werden k\u00f6nnen <sup>2<\/sup>. Man kann durchaus sagen, dass die Knoblauch-Gruppe durch dieses Know-How zu einem gefragten Versorger f\u00fcr Allicin f\u00fcr die unterschiedlichsten nationalen und internationalen Arbeitsgruppen wurde, die ebenfalls an Allicin forschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Reinsubstanz Allicin wurden dann Untersuchungen zur Wirkungsweise durchgef\u00fchrt, um die Frage zu beantworten, welcher Angriffsmechanismus Allicin zu einem so potenten Antibiotikum macht. Dazu wurden verschiedenste Organismen wie die B\u00e4ckerhefe <em>Saccharomyces cerevisiae<\/em>, <sup>3,4<\/sup>, Pseudomonaden <sup>5\u20137<\/sup>, Pflanzen <sup>8,9<\/sup>und Humanzellen <sup>6,10<\/sup> der synthetisierten Reinsubstanz Allicin ausgesetzt, um durch genetische und protein-analytische Methoden herauszufinden, welche Abl\u00e4ufe innerhalb der Organismen durch das Allicin stattfinden. Andere Kooperationspartner erforschten die Wirkung von Allicin an <em>Escherichia coli<\/em>, <em>Staphylococcus<\/em> und <em>Bacillus<\/em> Bakterien durch Allicin oxidiert werden <sup>11\u201314<\/sup>.&nbsp; In the course of this research, special techniques were developed, for example genetically constructed biosensors to monitor oxidative stress with living cells in real time <sup>4<\/sup>oder die Verwendung ganzer Mutanten-Bibliotheken in sogenannten Screeningverfahren <sup>15<\/sup>. Diese Untersuchungen f\u00fchrten letztendlich zu einem Arbeitsmodell zum Wirkmechanismus von Allicin, wie wir es heute (Stand 2021) kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>To make a long story short, allicin has various modes of action, the most important one, however, is its reactivity with free thiol groups, altering protein activities by adding so called allyl groups via oxidation. Normally, the cellular redox buffer glutathione would prevent oxidative damage, but it is targeted by allicin as well. It can be viewed as a kind of \u201credox toxin\u201d in the cell. One can imagine this as a broad range attack on many different targets while simultaneously weakening the cellular defences, so that a cell can hardly defend itself against allicin. &nbsp;This ultimately leads to cell death, even dose-dependently, in higher human cells and tissues <sup>16<\/sup>. Durch die schiere Menge an Protein-Angriffszielen ist es f\u00fcr Zellen schwierig, sich gegen Allicin an so vielen verschiedenen Fronten gleichzeitig zu verteidigen. Diese oxidativen Sch\u00e4den f\u00fchren dann bei entsprechender Allicinkonzentration zum Tod der Mikroorganismen und h\u00f6herer Zellen wie Pflanzen- und Humanzellen. Andere Antibiotika haben meist einen sehr engen und spezifischen Wirkmechanismus, bei dem nur eines oder wenige Ziele angegriffen werden, weshalb sich h\u00e4ufiger resistente Zellen gegen diese Antibiotika durch nat\u00fcrlich Selektion und Evolution entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Grundlagenforschung zu Allicin m\u00fcndete in den letzten Jahren in anwendungsorientierten Forschungsprojekten. Da Allicin riechbar ist, handelt es sich um eine fl\u00fcchtige Verbindung, welche sich in der Luft verteilt. Um zu untersuchen, ob man Allicin \u00fcber die Luft als Antibiotikum einsetzen k\u00f6nnte, wurde in Kooperation mit der Aerodynamik der RWTH Aachen ein Lungenmodell entwickelt, um dieses Modell mit Bakterien auszukleiden, die Wirkung von Allicin \u00fcber die Luft genauer zu untersuchen und letztendlich die Wirksamkeit und Anwendbarkeit zu best\u00e4tigen <sup>17<\/sup>. Gleichzeitig legten Untersuchungen mit humanen Zellkulturen nahe, dass Allicin ein potentielles Mittel zur Bek\u00e4mpfung von Krebs sein k\u00f6nnte <sup>10,18<\/sup>. Erst k\u00fcrzlich wurde eine Forschungsarbeit in Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Virologie von der der Universit\u00e4tsmedizin Berlin publiziert, die die Wirkung von Allicin auf SARS-CoV-2 infizierte Zellen n\u00e4her untersucht hat. Hierbei konnte beobachtet werden, dass die Bildung viraler RNA, viraler Proteine und infekti\u00f6ser viraler Partikel in infizierten Zellen durch Allicin vermindert werden konnte <sup>19<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><u>Zur Sicherheit sei an dieser Stelle erw\u00e4hnt<\/u><\/em><\/strong><em><u>, <strong>dass von Selbsttherapieversuchen abgeraten wird<\/strong><\/u>, da Allicin in h\u00f6heren Konzentrationen Gewebe-Verbrennungen verursacht und die effektive Wirkung von Allicin ma\u00dfgeblich davon abh\u00e4ngt, dass es gezielt am Wirkort verabreicht werden kann, was z.B. ein aktuelles Forschungsthema rund um Allicin ist. Eine orale Einnahme von Allicin oder das Essen von Knoblauch f\u00fchrt n\u00e4mlich nicht dazu, dass sich Allicin im K\u00f6rper verteilt, da es z.B. im Magen bereits zu anderen Schwefelverbindungen reagiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Alle diese anwendungsorientierten Forschungszweige rund um Allicin sind vielversprechend, allerdings stand es bereits seit einigen Jahren fest, dass durch die Pensionierung von Professor Slusarenko und der damit verbundenen Aufl\u00f6sung der Knoblauchgruppe ein wichtiger Teil in der Forschungslandschaft verschwinden wird, da sich die nachfolgende Lehrstuhlleitung thematisch neu orientieren w\u00fcrde. Es brauchte also eine M\u00f6glichkeit, die Forschung auch nach dem Ausscheiden aus der Universit\u00e4t weiter fortzuf\u00fchren, wodurch die Idee der Gr\u00fcndung eines Vereins geboren wurde, der sich mit Allicin, aber auch mit anderen Naturstoffen besch\u00e4ftigen w\u00fcrde. Daher gr\u00fcndeten wir den Verein knapp zwei Jahre vor dem Ende der Knoblauch-Gruppe, um einen nahtlosen \u00dcbergang der Forschung mit dem Verein vorbereiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Abschiedsfeier am 25.03.2022 fand also nicht nur ein Abschied von der Knoblauchgruppe und der RWTH Aachen statt, sondern gleichzeitig auch ein Neuanfang durch den Verein GENAWIF. Viele Themen und Arbeiten wurden in dieser Hintergrundgeschichte angerissen, die wir in Zukunft fortsetzen werden. Wir freuen uns bereits darauf, \u00fcber die weiterlaufenden Arbeiten und auch \u00fcber neue Themen und Projekte abseits vom Allicin zu berichten, allerdings nun nicht mehr als Knoblauch-Gruppe der RWTH Aachen, sondern als GENAWIF e. V.!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Referenzen<\/h3>\n\n\n\n<p>(1) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Curtis, H.; Noll, U.; St\u00f6rmann, J.; Slusarenko, A. J. Broad-Spectrum Activity of the Volatile Phytoanticipin Allicin in Extracts of Garlic (Allium Sativum L.) against Plant Pathogenic Bacteria, Fungi and Oomycetes. <em>Physiological and Molecular Plant Pathology<\/em> <strong>2004<\/strong>, <em>65<\/em> (2), 79\u201389. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.pmpp.2004.11.006.<\/p>\n\n\n\n<p>(2) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Albrecht, F.; Leontiev, R.; Jacob, C.; Slusarenko, A. J. An Optimized Facile Procedure to Synthesize and Purify Allicin. <em>Molecules<\/em> <strong>2017<\/strong>, <em>22<\/em> (5). https:\/\/doi.org\/10.3390\/molecules22050770.<\/p>\n\n\n\n<p>(3) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gruhlke, M. C. H.; Portz, D.; Stitz, M.; Anwar, A.; Schneider, T.; Jacob, C.; Schlaich, N. L.; Slusarenko, A. J. Allicin Disrupts the Cell\u2019s Electrochemical Potential and Induces Apoptosis in Yeast. <em>Free Rad. Biol. Med.<\/em> <strong>2010<\/strong>, <em>49<\/em> (12), 1916\u20131924. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.freeradbiomed.2010.09.019.<\/p>\n\n\n\n<p>(4) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gruhlke, M. C. H.; Schlembach, I.; Leontiev, R.; Uebachs, A.; Gollwitzer, P. U. G.; Weiss, A.; Delaunay, A.; Toledano, M.; Slusarenko, A. J. Yap1p, the Central Regulator of the S. Cerevisiae Oxidative Stress Response, Is Activated by Allicin, a Natural Oxidant and Defence Substance of Garlic. <em>Free Rad. Biol. Med.<\/em> <strong>2017<\/strong>, <em>108<\/em>, 793\u2013802. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.freeradbiomed.2017.05.004.<\/p>\n\n\n\n<p>(5) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Borlinghaus, J.; Bolger, A.; Schier, C.; Vogel, A.; Usadel, B.; Gruhlke, M. C.; Slusarenko, A. J. Genetic and Molecular Characterization of Multicomponent Resistance of Pseudomonas against Allicin. <em>Life Sci. Alliance<\/em> <strong>2020<\/strong>, <em>3<\/em> (5), e202000670. https:\/\/doi.org\/10.26508\/lsa.202000670.<\/p>\n\n\n\n<p>(6) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reiter, J.; Levina, N.; van der Linden, M.; Gruhlke, M.; Martin, C.; Slusarenko, A. J. Diallylthiosulfinate (Allicin), a Volatile Antimicrobial from Garlic (Allium Sativum), Kills Human Lung Pathogenic Bacteria, Including MDR Strains, as a Vapor. <em>Molecules<\/em> <strong>2017<\/strong>, <em>22<\/em> (10), 1711. https:\/\/doi.org\/10.3390\/molecules22101711.<\/p>\n\n\n\n<p>(7) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reiter, J.; H\u00fcbbers, A. M.; Albrecht, F.; Leichert, L. I. O.; Slusarenko, A. J. Allicin, a Natural Antimicrobial Defence Substance from Garlic, Inhibits DNA Gyrase Activity in Bacteria. <em>International Journal of Medical Microbiology<\/em> <strong>2020<\/strong>, <em>310<\/em> (1), 151359. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ijmm.2019.151359.<\/p>\n\n\n\n<p>(8) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Borlinghaus, J.; Albrecht, F.; Gruhlke, M. C. H.; Nwachukwu, I. D.; Slusarenko, A. J. Allicin: Chemistry and Biological Properties. <em>Molecules<\/em> <strong>2014<\/strong>, <em>19<\/em> (8), 12591\u201312618. https:\/\/doi.org\/10.3390\/molecules190812591.<\/p>\n\n\n\n<p>(9) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leontiev, R.; Hohaus, N.; Jacob, C.; Gruhlke, M. C. H.; Slusarenko, A. J. A Comparison of the Antibacterial and Antifungal Activities of Thiosulfinate Analogues of Allicin. <em>Sci. Rep.<\/em> <strong>2018<\/strong>, <em>8<\/em> (1), 6763\u20136763. https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41598-018-25154-9.<\/p>\n\n\n\n<p>(10) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gruhlke, M. C. H.; Antelmann, H.; Bernhardt, J.; Kloubert, V.; Rink, L.; Slusarenko, A. J. The Human Allicin-Proteome: S-Thioallylation of Proteins by the Garlic Defence Substance Allicin and Its Biological Effects. <em>Free Radical Biology and Medicine<\/em> <strong>2019<\/strong>, <em>131<\/em>, 144\u2013153. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.freeradbiomed.2018.11.022.<\/p>\n\n\n\n<p>(11) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Chi, B. K.; Huyen, N. T. T.; Loi, V. V.; Gruhlke, M. C. H.; Schaffer, M.; M\u00e4der, U.; Maa\u00df, S.; Becher, D.; Bernhardt, J.; Arbach, M.; Hamilton, C. J.; Slusarenko, A. J.; Antelmann, H. The Disulfide Stress Response and Protein S-Thioallylation Caused by Allicin and Diallyl Polysulfanes in Bacillus Subtilis as Revealed by Transcriptomics and Proteomics. <em>Antioxidants (Basel)<\/em> <strong>2019<\/strong>, <em>8<\/em> (12), 605. https:\/\/doi.org\/10.3390\/antiox8120605.<\/p>\n\n\n\n<p>(12) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Loi, V. V.; Huyen, N. T. T.; Busche, T.; Tung, Q. N.; Gruhlke, M. C. H.; Kalinowski, J.; Bernhardt, J.; Slusarenko, A. J.; Antelmann, H. Staphylococcus Aureus Responds to Allicin by Global S-Thioallylation \u2013 Role of the Brx\/BSH\/YpdA Pathway and the Disulfide Reductase MerA to Overcome Allicin Stress. <em>Free Rad. Biol. Med.<\/em> <strong>2019<\/strong>, <em>139<\/em>, 55\u201369. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.freeradbiomed.2019.05.018.<\/p>\n\n\n\n<p>(13) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; M\u00fcller, A.; Eller, J.; Albrecht, F.; Prochnow, P.; Kuhlmann, K.; Bandow, J. E.; Slusarenko, A. J.; Leichert, L. I. O. Allicin Induces Thiol Stress in Bacteria through S-Allylmercapto Modification of&nbsp; Protein Cysteines. <em>J. Biol. Chem.<\/em> <strong>2016<\/strong>, <em>291<\/em> (22), 11477\u201311490. https:\/\/doi.org\/10.1074\/jbc.M115.702308.<\/p>\n\n\n\n<p>(14) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; W\u00fcllner, D.; Haupt, A.; Prochnow, P.; Leontiev, R.; Slusarenko, A. J.; Bandow, J. E. Interspecies Comparison of the Bacterial Response to Allicin Reveals Species-Specific Defense Strategies. <em>PROTEOMICS<\/em> <strong>2019<\/strong>, <em>19<\/em> (24), 1900064. https:\/\/doi.org\/10.1002\/pmic.201900064.<\/p>\n\n\n\n<p>(15) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leontiev, R.; Slusarenko, A. J. Finding the Starting Point for Mode-of-Action Studies of Novel Selenium Compounds: Yeast as a Genetic Toolkit. <em>Current Organic Synthesis<\/em> <strong>2017<\/strong>, <em>14<\/em> (8), 1102\u20131108. https:\/\/doi.org\/10.2174\/1570179414666170525112446.<\/p>\n\n\n\n<p>(16) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Borlinghaus, J.; Foerster (n\u00e9e Reiter), J.; Kappler, U.; Antelmann, H.; Noll, U.; Gruhlke, M. C. H.; Slusarenko, A. J. Allicin, the Odor of Freshly Crushed Garlic: A Review of Recent Progress in Understanding Allicin\u2019s Effects on Cells. <em>Molecules<\/em> <strong>2021<\/strong>, <em>26<\/em> (6). https:\/\/doi.org\/10.3390\/molecules26061505.<\/p>\n\n\n\n<p>(17) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reiter, J.; Borlinghaus, J.; D\u00f6rner, P.; Schr\u00f6der, W.; Gruhlke, M. C. H.; Klaas, M.; Slusarenko, A. J. Investigation of the Deposition Behaviour and Antibacterial Effectivity of Allicin Aerosols and Vapour Using a Lung Model. <em>Exp Ther Med<\/em> <strong>2020<\/strong>, <em>19<\/em> (2), 1541\u20131549. https:\/\/doi.org\/10.3892\/etm.2019.8387.<\/p>\n\n\n\n<p>(18) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schultz, C. R.; Gruhlke, M. C. H.; Slusarenko, A. J.; Bachmann, A. S. Allicin, a Potent New Ornithine Decarboxylase Inhibitor in Neuroblastoma Cells. <em>J. Nat. Prod.<\/em> <strong>2020<\/strong>. https:\/\/doi.org\/10.1021\/acs.jnatprod.0c00613.<\/p>\n\n\n\n<p>(19) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; M\u00f6sbauer, K.; Fritsch, V. N.; Adrian, L.; Bernhardt, J.; Gruhlke, M. C. H.; Slusarenko, A. J.; Niemeyer, D.; Antelmann, H. The Effect of Allicin on the Proteome of SARS-CoV-2 Infected Calu-3 Cells. <em>Front Microbiol<\/em> <strong>2021<\/strong>, <em>12<\/em>, 746795. https:\/\/doi.org\/10.3389\/fmicb.2021.746795.<\/p>\n\n\n\n<p>Jan Borlinghaus, 27.04.2022<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcndung von GENAWIF ist eng mit der Geschichte des Instituts f\u00fcr Pflanzenphysiologie der RWTH Aachen verkn\u00fcpft.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":535,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","categories":[],"newstags":[],"class_list":["post-523","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news\/523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=523"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/535"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=523"},{"taxonomy":"newstags","embeddable":true,"href":"https:\/\/genawif.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/newstags?post=523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}